Samstag, 3. November 2007

präsentation ist überstanden

okay…nun gilt es ja einiges aufzuholen…ich weiß, ehrlich gesagt, gar nicht wo ich anfangen soll…hmm…also auf jeden fall haben wir nun unsere präsentationen hinter uns…EIN GLÜCK…ich bin grad um 10.00 uhr aufgewacht, aber bin immer noch müde…die allerletzte woche war wieder mal sehr hart, echt wie in wismar…bis 2 uhr haben wir wenigstens gearbeitet, aber dann auch mal bis 5.30 uhr…trotzdem steht man am nächsten morgen wieder früh auf, das schlimm ist, dass man auch so lange arbeiten muss, weil man es sonst nicht schafft…das gesamt architekturgebäude war nachts genauso gelebt, wie tagsüber…wir saßen oben im studio (atelier) aber leider nur mit zwei andere studenten, richard und jack, der auch nach wismar kommt. Das, was ich daran negativ finde, ist, dass man die arbeit und arbeitsweise der anderen nicht kennenlernen konnte…man wusste nichts von dem rest und ihren ideen, bis die plots für die präsentation hingen…na ja…irgendwie empfinden die sich hier gegenseitig mehr als konkurrenz…wenn man gefragt wird, was man macht und wie weit man ist, dann nicht weil sie am projekt interessiert waren, sondern um zu spionieren…das trifft sicher auch nicht auf alle zu, aber ab und an haben wir das so erlebt…ein weiterer unterschied zwischen den neuseeländischen studenten und uns ist, dass alle von denen superkrass mit handzeichnen können…die zeichnungen sehen echt superkrass aus…alle grundrisse, schnitte und vor allem die perspektiven sind alle am reißbrett gezeichnet und später eingescannt und dann mit photoshop coloriert…wahnsinn…ganz anders als unsere sachen, denn wir zeichnen ja alles mit dem computer…diese tatsache hat mich auch sehr beunruhigt vor der präsentation, als wir dann letztendlich die arbeiten der anderen sahen, hatte ich ein schlechtes gefühl und mir gewünscht, dass ich auch mehr mit hand gearbeitet hätte…als die präsentation um 10.00 uhr am Donnerstag begann, war ich supernervös…müde und verunsichert…außerdem hatte ich angst, das ich in dem moment, wenn ich präsentieren müsste, wieder solche einstiegsschwierigkeiten haben würde, wie bei der zwischenpräsentation…jack, der ja auch bald in der situation des austauschstudenten sein wird, meinte dann aber zu mir, dass ich mir keine sorgen machen bräuchte, dass ich mein gebäude gut durchdacht hatte und ich es kenne und genau das muss ich vermitteln…isa meinte dann auch noch (UND DAS HAT MIR SO GEHOLFEN): stell dir vor, dass die tutoren auch nur studenten sind, so wie wir, und du musst es ihnen wie uns erklären…denk nicht dran, dass sie dich bewerten…das hat echt geklappt…ich war dann gegen 15.00 uhr dran und hab mich hingesetzt und angefangen meine städtebauliche planung zu beschreiben, wie ich auf das gebäude gekommen bin…achso einige kennen das projekt ja vielleicht nicht: der stadtteil newmarket, der an sich ziemlich hip und wohlhabend ist, hat ein gebiet unter dem motorway (ne autobahnbrücke), der nicht entwickelt ist, da gibt es nur autohändler und parkplätze, aber es ist sehr nah an der haupteinkaufsstraße dran…dieses gebiet sollten wie nun beplanen…ich habe die zugstation umgelegt und neugeplant, eine fussgängerzone eingerichtet und ein bestehendes farbikgebäude in eine markthalle umgewandelt, denn newmarket hat seinen namen, weil dort um 1850 bis 1900 die viehmärkte stattfanden und dort viel gehandelt wurde…daher der name…diesen ursprung hab ich wieder aufgenommen, denn auch jetzt finden immer märkte mit lebensmitteln, handwerk, delikatessen usw. statt aber sie haben keinen festen ort, an dem sie veranstaltet werden…den bereich unter der brücke, den habe ich als großen park geplant…damit die bäume einen sichtschutz zur hässlichen autobahnbrücke bieten und auch den lärm dämpfen würden…die bestehende fassade des gebäudes habe ich an einer stelle aufgebrochen, um einen durchgang zu schaffen, also besteht die markthalle eigentlich aus zwei gebäuden und im inneren liegt die zugstation…sie hat 50° bzw. 40° geneigte wände, mit kupferstreifen verkleidet…eigentlich ein ziemlich simples gebäude, aber funktioniert…bei meiner präsentation hab ich dann einfach drauflos gebrabbelt, ich hab mein gebäuse erklärt und die tutoren, danelle, cesar und john, haben dann noch ein ganz klein bisschen nach gefragt, aber es lief echt super…sie meinten dann, dass es ein schönes projekt sei und sehr gut durchdacht und das es funktionieren würde…ich war echt froh und super erleichtert…meine arbeit hatte sich gelohnt und die aufregung war umsonst…ich hatte es hinter mir…juchu…andreas hatte ja ein anderes projekt gemacht und seine präsentation lief zur gleichen zeit…aber seine plots waren viel krasser, als das was von den anderen studenten da hing…also er hatte riesen A0-plots und kam echt jemand (im 4. studienjahr) mit A4-ausdrucken…zur endpräsentation…super…andreas arbeit wurde ständig mit einem „well done“ belohnt, aber außer seinen tutoren duschko and max war da noch der architekt des britomart und der hatte erst ein paar hoschifragen dabei…war trotzdem eine sehr gute präsentation und ein super krasses modell…bilder folgen…maren und ich hatten ja das gleiche projekt bearbeitet und als maren präsentierte, haben sich auch ihre ängste über die sprache nicht bestätigt…lief echt cool…alles easy, die leute sind hier viel entspannter, das merkt man besonders am verhältnis zwischen tutoren und studenten, schon allein weil die auch mit vornamen angesprochen werden…echt nett…irgendwie auch schade, dass das studieren und das abreiten im studio nun schon vorbei ist…hmmm…nun haben wir noch ein plakat über eine städtebauliche situation in auckland zu machen…und einen aufsatz/hausarbeit (5000 wörter) über ein thema bei tony van raat (der dekan der architekturfakultät)…aber erst bis 3.12. … also brauchen wir uns nicht zu stressen…
nach der präsentation (mit riesenschlafmangel) waren wir noch schnell einkaufen und haben uns nen kaffee bei mud pie deli geholt und sind dann weiter, an der nächsten ampel waren maren und ich auch schon fertig mit trinken, andreas meinte dann: „was habt ihr schon ausgetrunken? Ich hab noch nicht einen schluck genommen“ und im selben moment lässt andreas den becher kaffee fallen und dieser bespritzt ihn von oben bis unten…echt pech gehabt, aber es war für uns superlustig…zum wegschmeißen…=)
auf dem heimweg haben wir noch die anderen aus unserem jahrgang beim carrington’s sitzen sehen und sind hingegangen, dabei waren auch sasha und jack (noch mal zur erinnerung: das sind 2 der vier, die nach wismar kommen), die wir dann noch auf ein getränk in mein village appartment eingeladen haben…eigentlich wollten sie nur kurz mitkommen, waren dann aber dann doch etwas länger…also von 18.00 bis 0.00 uhr…war aber echt sehr nett…wir haben fotos von wismar und rostock gezeigt und über deutschland erzäht, anne war auch dabei und es gab lecker selbstgemachte pizza…hmmmm…die beiden freuen sich schon total und das wird auch total nett werden, wenn wir uns da wieder sehen…irgendwie komisch, aber cool…die werden sogar schon vor uns in deutschland sein…sie kommen schon ende februar an und wir erst am 1.3. …

tja, krass ist es irgendwie schon, dass die zeit so schnell vergeht…in 2 wochen kommt vinz (marens freund) schon her…ich weiß noch, wie wir davon gesprochen haben, dass es „nur noch zehn wochen“ sind…verrückt…göri kommt ja auch in genau 40 tagen hier an…juchu…freu mich schon riesig…

heute abend sind wir cyrus und nicole (aus potsdam) auf ne party mit dem thema „zeitreise“ eingeladen, deshalb fahren andreas, maren, valentine, maria und ich nachher noch mal nach st. Lukes um uns was auszuleihen oder irgendwelche accessiores zu kaufen…wird bestimmt lustig…davon gibt’s dann natürlich auch wieder einen bericht…

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