Montag, 15. Oktober 2007

wochenende auf waiheke island

am freitag haben wir downtown erkundet – ja, wieder mal…aber dies mal unter dem gesichtspunkt eine straße anzusehen und zu untersuchen, ob sie einer städtebaulichen theorie entspricht…das haben wir auch für einige stunden gemacht, dann sind wir wieder zum aotea square gegangen, wo freitags und Samstag immer ein handkunstwerk/flohmarkt stattfindet…dort haben wir dann in der sonne mittag gegessen und sind um 16.00 uhr mit der fähre nach waiheke island gefahren…das war ein wundervolles wochenende an einem tollen spot…wahnsinn, die insel ist der hammer…waiheke liegt 19 km nordost von auckland entfernt…mit der fähre dauerte es nur 35 minuten bis wir da waren…

wir sind bei sonnenschein in matiatia angekommen, dann mit dem bus nach onetangi gefahren, dort haben wir das hostel aufgesucht und konnten ein zimmer für eine nacht bekommen ($ 24 pro person). Wir haben uns wärmer angezogen und sind an den strand gegangen, wo wir die abendlichen sonnenstrahlen genießen konnten und haben uns dann ein lokal am strand gesucht – mit blick aufs meer natürlich…

wir waren dann im charlie farley’s…eine strandbar, mit essen und live musik, wie sich später herausstellte…wir haben dort also abendbrot gegessen, der live-gitarren-musik gelauscht und haben dann bekanntschaft mit dylan (einem australier) und einem alten maori kennengelernt, der irgendwie in ner sinnkrise war, denn anscheinend wollte er nicht wirklich ein gespräch mit mir führen, aber herausfinden, ob andere länder schlechter sind als seins, damit er sich besser fühlt…hmmm…komischer typ und ziemlich betrunken…dylan war aber recht nett und hat uns für den nächsten morgen zum frühstück eingeladen…der hammer war dann als wir dann morgens um 1.00 am vor verschlossener hosteltür standen und erstmal den „herbergsvater“ (ungefähr 30 jahre) herausklingeln mussten, damit er uns reinlässt…na ja…

am nächsten morgen standen wir dann neidisch auf dylan’s terrasse, die nach norden ausgerichtet ist, das ist hier nämlich der süden (hääää?)…also hier, auf der südhalbinsel, steht die sonne mittags im norden…also geht im osten auf, dann über norden und geht im westen wieder unter…das muss mal erst mal wissen…na ja, also dylan’s terrasse hat einen super ausblick auf den wunderschönen strand mit türkisblauem wasser und tollen wellen…nach dem frühstück haben wir uns alle auf den weg nach ostend gemacht, wo immer samstagvormittag ein markt stattfindet, mit selbstgebackenem und alten büchern…war echt cool und ziemlich hippiemäßig, so wie eigentlich die ganze insel, denn in den 60er/70er jahren sind viele hippies hierher ausgewandert und das merkt man…sehr sympathisch…alles ist etwas langsamer und einzigartig…die häuser und leute…nun hat sich waiheke als „vorort“ von auckland etabliert, wohin die reichen und schönen nun am wochenende oder an feiertagen fahren…schade eigentlich…die richtigen hippies sind nun noch weiter nach great barrier island gezogen, wo es noch sehr verlassen sein soll…

wir sind dann erstmal ins neue hostel, das viel gemütlicher und bunter und vor allem belebter war, als das andere…von dort aus sind wir ins „lazy lounge cafe“, wo es sehr cool war…wir saßen auf der terrasse mit blick aufs meer und haben lecker mittaggessen, von dort aus ging es dann auf den wanderweg im südwestlichen teil der insel, direkt zum cable bay vineyard (weingut), wo dann die weinprobe anstand…das gebäude war noch nicht alt und war von wirklich schönem design…sehr cool…von dort aus sind wir dann noch einige stunden gewandert…die landschaft ist atemberaubend…man kann an einer stelle stehen und zur einen seite sieht man felsklippen und das offene meer und auf der anderen seite, erstreckt sich dann unendliche wiesenlandschaft…voll schön…es war herrlich…das wetter wurde nur leider schlechter und der wind immer schlechter…auf dem weg vom supermarket zum hostel wurden wir dann richtig doll nass…im hostel haben irgendwie alle gäste gleichzeitig gekocht, aber es war voll nett und man kam schnell mit den anderen leuten ins gespräch, obwohl bestimmt wieder mal 75% der leute deutsche waren…echt krass…wir sind überall…zum abschluss wurden noch ein paar runden rommé gespielt…am Sonntag haben wir lange geschlafen, spät gefrühstückt und sind ganz in ruhe zur 14.00 uhr-fähre gegangen…downtown auckland haben wir noch einen kaffee getrunken, sind bei foodtown einkaufen gegangen und zum krönenden abschluss dieses tollen wochenendes gab es bei uns grünen spargel mit sauce hollondaise an jungen kartoffeln und wahlweise gebratenes rumpsteak oder lachsfilet…ja, so nobel essen die studenten =)

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